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Acquirer:
(engl.) Kreditkartenabrechner, Vertragsunternehmen abrechnende Bank. Der Acquirer steht in einem direkten Vertragsverhältnis mit dem Vertragsunternehmen/Händler und rechnet die Zahlungsdaten mit den entsprechenden Zahlungssystemen ab.
AIS:
(Abk. Account Information Security) Sicherheitsverfahren von Visa, zur Regelung der Verarbeitung, Weiterleitung und/oder Speicherung von sensiblen Daten (u.a. Karteninhaberdaten). Wird heute unter dem Begriff PCI betrachtet.
Autorisierung:
Verfahren zur Genehmigung oder Ablehnung von Kartenumsatzanfragen an die Karten ausgebende Bank oder das beauftragte Rechenzentrum. Als Antwort können eine Genehmigung, Umsatzablehnung, Aufforderung zum Karteneinzug oder zur Legitimationsprüfung zurückkommen.
AVS:
Abk. für Adress Verification Service. Bei Verwendung dieser Funktion werden Teile der Adresse des Bestellers mit seinen Daten bei der kartenausgebenden Bank überprüft. Dies trägt zur Steigerung der Sicherheiheit insb. im Onlinehandel bei.
Batch-Autorisierung:
(engl.) Stapel-Verarbeitung. Von der -> PaySoft unterstütztes Autorisierungsverfahren, bei der mehrere anstehende Transaktionen innerhalb einer Datenübertragung an den Acquirer übermittelt werden.
BIN, Karten-:
(Abk.) "Banque Identification Number) Die ersten 6 Ziffern einer Kreditkartennummer. Eindeutige Angabe über den -> Issuer.
CAPI:
Schnittstelle zur Ansteuerung PC-interner ISDN-Adapter-Karten (z.B. Fritz!Card). Alternative Kommunikationsmethode (ersatzweise für den -> Stollmann-Adapter) für die -> PaySoft
Capture:
(engl.) Verbuchung. Transaktionstyp im -> GICC-Protokoll, bei der ein zuvor telefonisch oder elektronisch autorisierter Betrag (-> Voice Authorization, -> Reservierung) verbucht wird.
Card-Not-Present:
Eine Transaktion, bei welcher der Karteninhaber nicht präsent ist und die Karte nicht physisch dem Vertragsunternehmen vorliegt. Dies findet insb. Anwendung bei E-Commerce und Mail-/Phone Order (Versandhandel, telefonische Dienstleistungen etc.).
Chargeback:
Rückbelastung von Transaktionen durch den Karteninhaber bzw. Issuer aufgrund von z.B. missbräuchlichen Einsatz von Zahlungskarten.
Chipkarte:
Karte mit einem integrierten Mikroprozessor („Chip“), mit welcher Chipkarten oder Magnetstreifen Transaktionen durchgeführt werden können. Der Chip wird im Terminal elektronisch ausgelesen und die Daten bei der Genehmigungsanfrage verschlüsselt übertragen.
Clearing:
Beschreibt die Abwicklung der Zahlungen in Form von Belastungen oder Gutschriften des Zahlbetrages. Hierbei werden die Umsatzdaten auf elektronischem Wege zwischen Händlerbank und Issuer ausgetauscht.
Debitkarte:
Zahlungskarte, die einen Verfügungsrahmen aufweist und mit der ein Karteninhaber Waren oder Dienstleistungen an einer elektronischen Kasse bezahlen kann. Bei Zahlung mit einer Debitkarte wird das Konto des Kunden in der Regel sofort direkt belastet. Daher bezeichnet man diese Bezahlung oftmals als "pay now".
Disagio:
Bei einer Kreditkartenzahlung vom -> Acquirer einbehaltenes Serviceentgelt in Form eines Prozentsatzes des Transaktionsbetrages.
ec-cash / ec-Karte:
Online-Zahlungsverfahren für deutsche PIN-basierte Debittransaktionen. Der Karteninhaber bestätigt die Zahlung durch die Eingabe seiner -> PIN. Es fallen Autorisierungsentgelte an, die vom -> Netzbetreiber (z.B. -> LASG) direkt an die Autorisierungszentren abgeführt werden.
ec-cash offline:
Offline/online-Zahlungsverfahren für deutsche Debit-Transaktionen unter Nutzung eines Chips auf der ec-Karte. Eine Prüfung der am POS eingegebenen -> PIN ist offline möglich.
ECI-Flag:
(engl.) "Electronic Commerce Indicator": Merkmal in einer Autorisierungsanfrage im -> GICC-Protokoll, ob die Zahlung eine Internet-/E-Commerce-Transaktion ist.
EDIFACT:
"Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport": Format für elektronische Abrechnungen (handelsrechtlich anerkannt -> eine Papierabrechnung kann entfallen)
Elektronische Abrechnung:
Dem -> Vertragsunternehmen kann die Abrechnung in den folgenden Formaten bereitgestellt werden.
ELV / Lastschriftbeleg:
Elektronisches Lastschrift Verfahren. Bei diesem Verfahren wird der Umsatz direkt per Lastschrift vom Girokonto des Karteninhabers eingezogen. Dazu wird ein Lastschriftbeleg unterschrieben, der den Händler zum Geldeinzug ermächtigt. Der hat keine Zahlungsgarantie.
EMV (-Chip):
"Europay-MasterCard-Visa": Verfahren zur Abwicklung von Kreditkartentransaktionen über Chip (anstelle des Magnetstreifens)
EPA:
(engl.) "Electronic Payment Advice": Format zur elektronischen Abrechnung (eine Papierrechnung ist weiterhin erforderlich)
Floorlimit, Vertrags-:
"Genehmigungsfreier Höchstbetrag": Betrag, bis zu dem das Vertragsunternehmen im Falle eines Terminalausfalls ohne telefonische Genehmigung einen Beleg einreichen darf.
GICC:
(engl.) "Generell Iso Credit Card": Autorisierungsprotokoll zwischen -> Netzbetreiber/-> POS-System und -> Acquirer
GICC Terminal Typ 1:
Terminal-Typ im -> GICC-Protokoll. Transaktionen werden online autorisiert und gebucht (von -> LASG unterstützt)
GICC Terminal Typ 2:
Terminal-Typ im -> GICC-Protokoll. Transaktionen werden online autorisiert und durch die Übermittlung einer Buchungsdatei verbucht (von -> LASG unterstützt)
Händler-Plug-in:
Software-Modul, welches beim Vertragsunternehmen als Verbindung zu dem Payment Service Provider installiert wird – zur sicheren Abwicklung von E-Commerce-Transaktionen.
Hybridkartenleser:
(In der Regel Einsteck-)Kartenleser, der physikalisch in der Lage ist, sowohl den Magnetstreifen als auch einen eventuell auf der Karte vorhandenen Chip auszulesen.
KommServer:
Von Acceptance angebotenes Softwareprodukt zur automatisierten Verarbeitung von Kreditkartentransaktionen.
KPN:
"Kartenprüfnummer": Im Umgang mit den Kunden zu verwendende Bezeichnung für die Kartenprüfziffern. Die KPN wird insb. im Mail-/Phone Order Verfahren oder E-Commerce vom Händler abgefragt, um sicherzustellen, dass dem Karteninhaber die Karte auch tatsächlich vorlag -> CVV2 und -> CVC2.
Kreditkarte:
Karte, die einen mit dem Kartenemittenten vereinbarten Verfügungsrahmen aufweist. Die Bezahlung erfolgt für den Karteninhaber zeitlich verzögert (zu einem festgelegten Zeitpunkt) für alle zwischen zwei Abrechnungszyklen aufgelaufenen Beträge.
Krypotgramm (cryptogram):
Resultat eines Verfahrens zur Verschlüsselung von Daten unter Einsatz kryptographischer Schlüssel. Dieses Verfahren ermöglicht bei einer Chipkartentransaktion den sicheren Datenaustausch zwischen Chip, Terminal und Issuer.
LARS:
"Lufthansa AirPlus Rechnungssatz": Format zur elektronischen Abrechnung (eine Papierabrechnung ist weiterhin erforderlich)
Liability Shift / Haftungsumkehr:
Bei der Haftungsumkehr muss immer die Partei den Schaden aus betrügerischen Transaktionen tragen, die nicht eine sichere Technologie eingesetzt oder unterstützt hat (z.B. Verified by Visa/MasterCard Secure Code oder EMV und PIN)
Maestro:
Zahlungssystem von MasterCard für Debitkarten.
Magnetstreifen:
Der Magnetstreifen enthält gespeicherte Informationen, die zur Abwicklung von Kartentransaktionen notwendig sind.
Mail-/Phone Order:
Eine Transaktion, bei welcher der Karteininhaber entweder schriftlich oder telefonisch eine Bestellung beim Vertragsunternehmen aufgibt.
MasterCard SecureCode:
MasterCard SecureCode. Authentifizierungsverfahren von MasterCard zur Absicherung der Händler und Karteninhaber im E-Commerce.
MCC:
(engl.) "Merchant Category Code": Einstufung der Art des Vertragsunternehmens gemäß den Regularien von Visa und MasterCard.
Multi-Host:
Verfahren zur Anbindung von -> POS-Systemen. Alle Transaktionen laufen direkt zum jeweiligen -> Acquirer. Ein Netzbetreiber ist nicht notwendig.
Netzbetreiber / Netzbetrieb:
Technischer und kaufmännischer Abwickler von eurocheque- und Kreditkartenzahlungen
Onlinehandel:
Transaktionen bzw. Verträge, die über das Internet, per Fax oder per Post oder telefonisch abgeschlossen werden.
OPT:
"Online Personalisierung Terminal": Verfahren zur automatischen Inbetriebnahme von -> POS-Systemen
PCI:
Payment Card Industry Data Security Standard. Dieser Standard von Visa und MasterCard soll sicherstellen, dass alle Beteiligten am Kartengeschäft die Karteninhaberdaten sicher und geschützt verwahren. Je nach Kartenorganisation wird auch von AIS (Visa) und SDP (MasterCard) gesprochen.
PGP:
(engl.) "Pretty Good Privacy": Verschlüsselungsprogramm für den sicheren Austausch von E-Mails.
PIN:
(engl.) "Personal Identification Number": Persönliche (i.d.R. 4-stellige) Geheimzahl, die nur dem Karteninhaber bekannt ist und diesen bei Transaktionen identifiziert.
PINPad:
Eingabetastatur für die PIN als Bestandteil eines elektronischen Terminals. Der Karteninhaber gibt seine PIN ein, die bei einer PIN-basierten Transaktion zur Überprüfung der Karte bzw. des Karteninhabers dient.
POS-System:
(engl.) "Point of Sale System": z.B. Kreditkartenterminal, Autorisierungssoftware etc.
POT:
(engl.) "Point of Transaction": Ort der Transaktion, System über das die Transaktion durchgeführt wurde (z.B. Kreditkartenterminal, Autorisierungssoftware etc.)
Processor:
Ein Unternehmen, welches für Mitgliedsbanken als Dienstleister tätig ist. Hier werden insbesondere das Acquiring- und Issuing-Processing abgedeckt.
Payment Service Provider (PSP):
Technischer Paymentanbieter, der die Anbindung des Shops und an die Kreditkartengesellschaft abwickelt. Verarbeitet Transaktionen der diversen Händler und reicht diese entsprechend ein.
Recurring Payment:
(engl.) Wiederkehrende Zahlungen in festen oder flexiblen Zyklen im Auftrag des Karteninhabers. Der Händler führt diese Zahlungen nach schriftlicher Vereinbarung mit dem Karteninhaber regelmässig aus.
Referral:
(engl.) Aufforderung des -> Issuers auf eine Autorisierung, eine -> Voice Authorization (tel. Genehmigung) einzuholen. In der Regel wird eine zusätzliche Identifikation des Karteninhabers gefordert.
Reservierung:
Transaktionstyp im -> GICC-Protokoll, bei der ein Betrag nur autorisiert, aber noch nicht verbucht wird.
SDP:
Site Data Protection
Single-Host:
Verfahren zur Anbindung von -> POS-Systemen. Alle Transaktionen laufen zentral über einen Netzbetreiber.
SRC:
SRC Security Research & Consulting, Bonn
SSL:
(engl.) "Secure Socket Layer". Verschlüsselte Datenübertragungstechnik zur Datenübertragung im ->
Stollmann-Adapter:
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Storno:
Transaktionstyp bei dem eine zuvor erfolgreich durchgeführte Transaktion zurück genommen wird.
Tamara:
Dateiformat der Lufthansa AirPlus für das Einreichen von Transaktions- und Zusatzdaten.
TCP/IP:
(engl.) "Transport Control Protocol/Internet Protocol": Standardprotokoll zur Datenübertragung bei Internetverbindungen.
Terminal-ID:
Eindeutige Nummer (8-stellig) zur Identifizierung eines -> POS-System und des -> Netzbetreibers.
UDK:
"Umsatzdatenformat der deutschen Kreditkartengesellschaften": Format zur Buchungseinleitung per File-Transfer über -> VFT, z.B. beim -> GICC Terminal Typ 2
Verified by Visa:
Verified by Visa. System von Visa zur Absicherung des E-Commerce-Geschäftes.
VFT:
(engl.) "Versatile File Transfer": File-Transfer System der -> LASG. Wird zum Empfangen von Buchungsdateien von -> PaySoft-Kunden oder -> Netzbetreibern genutzt.
Visa Electron:
Online-Karte von Visa, die ausschließlich an elektronischen Terminals verwendet werden kann. Jede Transaktion wird online autorisiert.
Voice Authorization:
(engl.) Telefonische Autorisierung im Genehmigungsdienst des Acquirers.
VTI2:
"Variabler Transaktions Import 2": -> LASG-Dateiformat für Transaktions- und Zusatzdaten.
ZKA:
(Abk.) "Zentraler Kreditausschuss". Im ZKA sind die fünf Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft zusammengeschlossen. Der ZKA stellt die Interessenvertretung der kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände.
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